Content-Planung für kleine Unternehmen – der komplette Leitfaden

von Indra Zahner

Inhaltsverzeichnis

💚 Zuletzt aktualisiert: 2026

Die häufigste Frage, die ich in der Beratung bekomme: „Was soll ich eigentlich posten?“ Und die häufigste Ursache dafür: kein Plan. Wer jeden Tag neu entscheidet, was er postet, verliert täglich Energie und postet am Ende gar nichts oder irgendetwas.

Gute Content-Planung löst dieses Problem. Einmal aufgebaut, läuft sie fast von selbst.

Was ein Redaktionsplan ist – und was nicht

Ein Redaktionsplan ist kein Korsett. Er ist ein Werkzeug, das dir Freiheit gibt – weil du nicht mehr improvisieren musst. Er zeigt auf einen Blick: Was poste ich wann, auf welchem Kanal, in welchem Format?

Er muss nicht perfekt sein. Eine simple Excel-Tabelle mit Datum, Thema, Format, Kanal und Status reicht für den Anfang völlig aus.

Schritt 1: Die Jahresstruktur – von groß nach klein

Starte mit dem Jahreskalender. Trage zuerst ein: Urlaube und Betriebsferien, Saisonspitzen und Messtermine, Feiertage und Schulferien in deiner Region, eigene Events und Aktionen. Dann erst gehst du auf Monat und Woche runter. Mehr dazu im Artikel zur Social Media Jahresplanung.

Schritt 2: Themen finden – das 3-Säulen-Modell

Ich empfehle meinen Kunden drei Themen-Säulen: Expertise (Was weißt du, was andere nicht wissen? Tipps, Anleitungen, Einblicke), Persönlichkeit (Wer bist du? Team, Arbeitsalltag, Werte, Geschichten) und Angebot (Was bietest du an? Aber nie mehr als 20 % aller Posts). Diese Mischung funktioniert auf allen Plattformen.

Schritt 3: Formate wählen

Nicht jedes Thema passt in jedes Format. Kurzvideos und Reels für Einblicke und Tipps. Karussell-Posts für Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Fotos für Teammomente und Ergebnisse. Stories für den täglichen Einblick. Blogartikel für tiefgreifende Themen. Und: Guter Content kann mehrfach genutzt werden – ein Blogartikel wird zur Story, wird zum Reel, wird zum Newsletter-Tipp.

Schritt 4: Wie oft posten?

Qualität schlägt Quantität – aber Regelmäßigkeit schlägt beides. Drei gute Posts pro Woche sind besser als täglich irgendetwas und dann zwei Wochen Pause. Fang mit einem realistischen Rhythmus an: Lieber zweimal pro Woche konsequent als fünfmal in der ersten Woche und dann gar nicht mehr.

Schritt 5: Tools für die Planung

Lomavis für das Einplanen und gleichzeitige Veröffentlichen auf mehreren Kanälen. Canva für die visuelle Gestaltung. KI-Tools wie ChatGPT für das Brainstorming wenn die Ideen ausgehen. Und ein ausgedruckter Jahreskalender an der Wand – weil analog beim Überblick hilft.

Schritt 6: Auswerten und anpassen

Was funktioniert, mehr davon. Was nicht funktioniert, raus. Schau einmal pro Monat in die Insights deiner Kanäle: Welche Beiträge hatten die meiste Reichweite? Die meisten Reaktionen? Die meisten Saves? Diese Daten zeigen dir, was deine Zielgruppe wirklich interessiert – nicht was du denkst, was sie interessiert.

Am Ende des Jahres: Jahresrückblick erstellen. Was war dein erfolgreichster Beitrag? Was hast du gelernt? Mehr dazu im Artikel über den Social Media Jahresrückblick.


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Glossar: → Content · → Algorithmus · → Reichweite · → Storytelling

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