Experteninterview: Thorsten Schilawa

17. März 2023

Geschrieben von: Indra Zahner

Thorsten Schilawa ist SEO und Webseiten-Experte aus dem Auetal. Mit seinem Unternehmen Schilawa online Marketing wirft er einen Blick auf deine Webseite und online Präsenz und optimiert sie. Dadurch wird deine Webseite besser auf Google und Co. sichtbar und von mehr Menschen gefunden.

Wer bist du und was macht dein Unternehmen?

Mein Name ist Thorsten Schilawa und ich bin Inhaber einer Marketingagentur. Wir haben unseren Schwerpunkt auf Suchmaschinenoptimierung und auf Websites gelegt. Das heißt, zum einen analysieren wir Websites und optimieren diese oder helfen auch bei den kompletten Neuaufbau.

Was sind drei Hashtags die dich beschreiben?

#komplexeDingeeinfachmachen

#ichsehewaswasdunichtsiehst

#120%Transparenz

Warum bist du auf Social Media?

Ja ich bin tatsächlich auf Social Media unterwegs, allerdings in der Vergangenheit etwas weniger aktiv selber gepostet. Ich interagiere hauptsächlich mit ganz, ganz vielen anderen Menschen in Gruppen oder ähnlichem, einfach weil ich ein Helfersyndrom habe. Und ich bin halt in vielen Gruppen und da kommen dann auch Fragen wie: Ich habe ein Problem bei meiner Website, Irgendwas geht nicht, es gibt einen Fehler, Wie werde ich sichtbar? Kennt ihr was? Und da antworte ich halt drauf.

Also es gibt auch viele, die sagen lass uns mal sprechen und dann mache ich ein Angebot. Das mache ich halt größtenteils abends. Das ist so mein Runterkommen vom Arbeitsalltag, dass ich wirklich mal reinschaue, welche Menschen haben außer mir und meinen Kunden noch so Probleme und wo kann ich einfach mal helfen? Für die Karmapunkte sozusagen.

Das ist auch der Grund, warum ich da bin. Und es hat natürlich auch den Hintergrund, wenn man selber Sachen postet, gerade wenn mit dem Thema SEO usw., dass du auch sichtbar wirst. Wenn du etwas postetest macht es Sinn, dass du in dem Post vielleicht auch zwei, drei Keywords benutzt und die vielleicht auch auf deine Webseite oder auf andere Netzwerke verweist. So kannst du das Thema SEO schon auf Social Media einbringen.

Also es ist natürlich immer die Frage, wo hält sich meine Zielgruppe auf? Wie gesagt, viele sind halt bei Google unterwegs, wenn die jetzt etwas Spezielles suchen. Und gerade wenn eine spezielle Dienstleistung gesucht wird, wie beispielsweise ein Fitnessstudio, und die haben jetzt nicht so die Keywordoptimierte Seite, aber sind in den sozialen Medien unterwegs, dann sollten sie vielleicht dort auch ab und zu mal ein Keyboard benutzen. So können die Beiträge dann besser gefunden werden.

Welche sind denn dein Lieblingsnetzwerk?

Also ich bin viel unterwegs. Tatsächlich seit letztem Jahr immer oder fast nur noch bei LinkedIn, denn dort passiert genau das gleiche. Ich interagiere sehr, sehr viel, finde den Austausch dort sehr nett, auch weil es ca. 80 % Unternehmer sind. Das heißt alle haben so den gleichen Background . Ich bin auch bei Facebook, wobei ich da wirklich nur noch die Gruppen-Funktionen benutze. Gruppen in Social Media oder gerade Facebook sind genial. Zum einen, weil man sich selber präsentieren kann, man kann wirklich helfen und man kann auch so ein bisschen zeigen, dass ich das wirklich kann, was ich da erzähle. Man kann auch mit wirklich kleinen Tipps manchen Menschen schon sehr schnell helfen und das finde ich sehr angenehm zu sehen.

Welche Probleme löst du denn für deine Kunden?

Die größte Lösung ist eigentlich meistens wirklich das Thema Sichtbarwerden bei Google. Also sprich: Wie werde ich aufmerksam? Wie werde ich dann auch mal mit meiner Dienstleistung gefunden und nicht immer mit meinem Unternehmensnamen?

Wenn jemand zum Beispiel dich kennt, dann tippt er deinen Namen ein oder weiß wie er dich finden kann. Aber wenn ich dich jetzt nicht kenne und aber suche deine Dienstleistung, dann macht es Sinn, dass du da irgendwie mit auftauchst und genau das finden wir heraus. Wie ist der aktuelle, aktuelle Status Quo? Was muss ich tun, um sichtbarer zu werden? Und dann guckt man sich das an und schaut nach. Wie ist das Potenzial eigentlich? Und dementsprechend braucht man vielleicht ein bisschen Inhalte dazu, macht ein paar Querverbindungen, baut vielleicht Landingpage auf und so weiter. Es hängt dann immer von dem aktuellen Fall ab und dabei helfen wir.

Wer braucht deine Dienstleistung am meisten?

Oft sind es Unternehmen, die zum Beispiel gerade eine neue Website oder wirklich auch einen kompletten Relaunch hinter sich haben. Die sind gerade mit einer neuen Seite online gegangen und haben mit einem mal das ganze Ranking verloren. Ist aber nicht schlimm, wir bauen das alles neu auf. Und ganz oft ist es auch so, dass Fehler online gehen. In der Entwicklungsphase soll Google nicht auf die Seite kommen, damit da nichts Unfertiges gefunden wird. Und dann gibt es halt bestimmte Anweisungen um Google zu sagen, dass diese Seite vorerst ignoriert werden soll. Sowas wird auch manchmal gerne vergessen, auch von Profis. Und das ist sehr, sehr ärgerlich, denn dann ist die Seite online. Es wird überall promotet und dann googelt man die Leute, googelt die Firma und man findet gar nichts dazu. Also wirklich gar nichts. So und letztendlich ist es ein Häkchen, je nachdem, welches System man nutzt. Ein Häkchen oder ein Befehl ändern auf der Seite und alles ist wieder da. Und das sind Sachen, die finden wir sehr schnell raus.

Was sind deine drei Tipps?

  1. Produkte bei Google My Business einstellen:
    Viele nutzen zum Beispiel Google My Business. Das ist ja auch eine Dienstleistung von dir. Und was da manchmal ganz hilfreich ist, ist der Punkt Produkte. Dort kann ich Produkte anlegen. Auch wenn ich Dienstleister bin oder vielleicht Restaurantbetreiber oder was auch immer, kann ich trotzdem ein Produkt anlegen. In dem Produkt selber kann ich eine Beschreibung machen, wo ich meine Keywords wieder mit aufnehme. Und gleichzeitig verlinke ich auf meine Unterseite direkt aus dem Google Profil heraus, das heißt, ich hole mir einen Backlink von Google.
  2. Überprüft eure Seiten selber:
    Was ich halt immer merke ist, dass viele einfach viel Vertrauen ihren Agenturen haben. Spricht ja auch nichts dagegen. Durch die Erfahrung in den letzten Jahren kann ich sagen: Prüfe einfach mal deine eigene Seite. Es gibt kostenlose Tools im Netz. Dort kannst du einfach mal nachgucken, ob die Seite wirklich in Ordnung ist oder die Agentur mir da was erzählt oder vielleicht was vergessen hat. Ich will niemanden was unterstellen, aber einfach mal die Sachen wirklich prüfen schadet nicht.  
  3. Keywords in Social Media:
    Viele suchen mittlerweile nicht nur auf Google nach Unternehmen oder Produkten, sondern auch auf Social Media. Deswegen sollte man auch in deine Postingtexte ein paar Stichwörter mit einbringen, um besser gefunden zu werden.

Tools zum überprüfen deiner Seite:

SEO-Check mit Seobility

SEO Check von SEORCH

Womit arbeitest du denn am liebsten?

Ich brauche natürlich ein Gerät, das ins Netz gehen kann. Da ist es auch egal, ob es ein Handy, Laptop oder Tablet ist. Seiten kann ich wirklich mit dem jedem Gerät analysieren. Tools, die ich gerne nutze, ist zum Beispiel der Chrome Browser, weil der schon von Haus aus ziemlich viele Infos mitgibt, mit denen ich seine Sachen machen kann, auch ohne dass ich Plugins brauche. Und ansonsten greife ich natürlich eher auf Profi Werkzeug zurück. Das heißt ich greife dann auf Tools wie zum Beispiel Sam Rush oder Sistrix zurück. Das sind halt SEO Tools, die halt ein bisschen Geld kosten, aber halt ziemlich viele Daten liefern. Und daraufhin kann man sehr, sehr viel auch analysieren und das Potenzial von Websites prüfen.

Gibt es ein Mythos in deiner Branche?

Also ganz oft zum Beispiel wird das Thema Suchmaschinenoptimierung immer noch als eigener Bereich gesehen, das heißt komplett losgelöst von von der Website. Das war vor etlichen Jahren auch noch so. Da hat man wirklich so manche Optimierung nur dazu betrieben, um richtig viel Traffic zu erzeugen. Und ich hatte nichts mit der Seite selber zu tun sondern nur, dass du gut gefunden wirst. Mittlerweile ist es so ein Mix aus User-Experience auf der Website. Also wie ist die Webseite aufgebaut? Wie führe ich meine Besucher eigentlich durch meine Produkte oder meiner, meiner Website oder meiner Dienstleistung oder was auch immer? Dann gibt es natürlich auch das Thema Konversionsrate-Optimierung. Das sind so drei Sachen, die ineinander greifen. Ich muss mit SEO dafür sorgen, dass ich gefunden werde. Damit ich gefunden werde und auch wirklich oben bleibe, muss die Seite sehr gut für den Besucher sein und am besten auch Anfragen generieren. Ich habe ja nichts davon, wenn ich jetzt 10.000 Menschen auf meine Seite hole und kein einziger eine Anfrage macht. Das heißt, das ist zwar ganz geil, dass ich dann ganz oben stehe, aber das bringt ja nichts, wenn keiner was kauft. Dementsprechend muss ich die Seite genauso prüfen. Ist die Ansprache vielleicht falsch? Schreibe ich hier viel zu Fachchinesisch? Also ich muss eine einfache Sprache haben. Der Kunde muss verstehen, was ich anbiete. Und das ist bei vielen ja auch diese Scheuklappen oder einfach diese Betriebsblindheit, wo man glaubt, man hat das schon perfekt ausgearbeitet und perfekt niedergeschrieben. Aber ganz oft ist es dann so, dass es doch keiner versteht. Und je einfacher ich das halte auf der Seite und mit Bildern oder noch besser auch mit Videos arbeite, zeige ich Google: Aha, jemand hält sich länger auf der Website auf, der liest sich das durch, der guckt das Video an.

Alle paar Jahre wird auch gesagt SEO ist tot, jetzt gibt es was Neues. Jetzt haben wir eine KI, die alles beantwortet. ChatGPT ist beispielsweise ein mega cooles ist Tool, weil es als Werkzeug enorm helfen kann, Sachen aufzudecken, die vielleicht sonst nicht so offensichtlich in die Augen springen. Und ja, Google arbeitet auch daran, einer eigenen KI das zu integrieren. Viele Texter arbeiten schon damit. Aber ich sage mal, am Ende ist es wirklich so, dass meinen Kunden oder meinem Besucher einfach die Antwort auf seine Frage bekommen soll. Wenn ich das am besten mache und auch sofort zum Punkt komme, dann habe ich auch die besten Chancen, direkt und besser sichtbar zu sein.

Was ist dein Motto?

Über die letzten drei, vier Etappen waren es sogar unterschiedliche. Eins hat mir mein damaliger Nachbar und Anwalt gesagt. Er hat mal gesagt: ein gutes Turnierpferd springt nicht höher als es muss.

Ein weiterer Spruch ist meine ich von Albert Einstein: Auf Veränderung zu hoffen, ohne selbst etwas dafür zu tun, ist genauso, als würde man am Bahnhof stehen und auf ein Schiff warten. Und das hat man in den letzten Jahren einfach auch am eigenen Leib erfahren. Du musst einfach für dich selber was tun, aber es wird nie einer kommen, der dir irgendwie die Arbeit abnimmt oder die irgendwie nen Pott Geld in die Hand gibt und sagt „hier mach was draus“. Du bist für dein Leben verantwortlich und für alles, wofür du halt Verantwortung übernimmst kannst du auch was leisten.

Thorsten Schilawa

 

Thorsten Schilawa

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Das Ganze Interview in voller Länge:

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Indra Zahner

Der Autor

Indra Zahner ist studierte Diplom-Betriebswirtin (FH) mit dem Schwerpunkt Marketing & Tourismus. Bis 2014 war sie als Leiterin für Unternehmenskommunikation bei einem großen Versicherungsvermittler verantwortlich für die PR, das Reputationsmanagement sowie die Kunden- und Mitarbeiterkommunikation. 2015 machte sie sich in ihrer Harzer Heimat als Marketing-Beraterin selbstständig und begleitete mehr als 100 Unternehmen aus allen Branchen in die Social Media Welt. Seit 2018 wird ihre Beratung durch das Programm „Förderung des unternehmerischen Know How“ der BAFA und seit 2021 durch das Förderprogramm „Niedersachsen Digital aufgeLaden“ der NBank unterstützt.

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