Die Transparenzpflicht verpflichtet Unternehmen und Einzelpersonen dazu offenzulegen, wenn KI-generierte Inhalte oder automatisierte Systeme im Spiel sind – damit das Publikum weiß, womit es es zu tun hat.
Was versteht man unter Transparenzpflicht im KI-Kontext?
Der EU AI Act schreibt vor, dass bestimmte KI-Anwendungen als solche gekennzeichnet sein müssen. Das betrifft vor allem: KI-generierte Bilder, Videos und Texte, die realistisch wirken; Chatbots, die als Menschen wahrgenommen werden könnten; und Deepfakes. Die Pflicht gilt nicht für offensichtlich künstliche Inhalte wie animierte Avatare oder für rein intern genutzte KI.
Was heißt das konkret für deine Social-Media-Praxis?
Wer KI-Tools nutzt, um Beiträge, Bilder oder Videos zu erstellen, die nach außen gehen, muss das unter Umständen kenntlich machen. In der Praxis bedeutet das zum Beispiel einen Hinweis wie „Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt“ oder ein entsprechendes Label unter einem Bild. Die genauen Anforderungen hängen vom genutzten System und vom Risikoniveau ab. Im Zweifel gilt: Transparenz ist immer die sicherere Wahl – und schützt vor Abmahnrisiken.
Hinweis: Dieser Glossar-Eintrag gibt einen allgemeinen Überblick – er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei konkreten Fragen zur rechtlichen Situation deines Unternehmens empfehle ich, eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt hinzuzuziehen.
Mehr zum Thema: EU AI Act · Deepfake · Kennzeichnungspflicht · Impressum