Ein Deepfake ist ein mit Künstlicher Intelligenz erstelltes Bild, Video oder eine Tonaufnahme, die eine Person zeigt oder zeigen soll – obwohl sie das Gezeigte nie gesagt oder getan hat. Die Technologie ist inzwischen so ausgereift, dass Deepfakes mit bloßem Auge kaum noch zu erkennen sind.
Was steckt hinter einem Deepfake?
Der Begriff setzt sich aus „deep learning“ (eine Methode der Künstlichen Intelligenz) und „fake“ zusammen. Das System analysiert viele echte Aufnahmen einer Person und lernt daraus, wie sie aussieht, spricht und sich bewegt – um dann täuschend echte Fälschungen zu erzeugen.
Ursprünglich wurde die Technologie für Film und Unterhaltung entwickelt. Heute wird sie massenhaft für Desinformation, Betrug und Erpressung eingesetzt. Besonders gefährlich: Deepfakes von Politikerinnen und Politikern, CEOs oder Prominenten – aber auch von ganz normalen Privatpersonen und Unternehmern.
Warum ist das für dein Unternehmen relevant?
- Betrug: Betrüger erstellen Deepfake-Videos oder Sprachnachrichten, die vermeintlich von Chefs oder Geschäftspartnern stammen – und fordern damit Überweisungen oder Zugangsdaten an. Das nennt sich CEO-Fraud.
- Rufschädigung: Jemand erstellt ein gefälschtes Video, das dich in einem schlechten Licht zeigt – und verbreitet es auf Social Media.
Wichtig: Wenn du ein verdächtiges Video, Bild oder eine Sprachnachricht von dir siehst – nicht teilen, Screenshots machen und rechtliche Hilfe holen.
Wie erkennst du Deepfakes?
- Unnatürliche Augenbewegungen oder Blinzeln
- Verschwommene Ränder um Gesicht oder Haare
- Lippenbewegungen passen nicht perfekt zur Tonspur
- Merkwürdige Beleuchtung oder Schatten
Mehr dazu: KI · Identitätsdiebstahl · Phishing