Doxing – wenn private Daten als Waffe eingesetzt werden

von Indra Zahner

Inhaltsverzeichnis

Doxing (auch: Doxxing) bedeutet, dass private Informationen über eine Person ohne deren Einwilligung im Internet veröffentlicht werden – meistens mit dem Ziel, einzuschüchtern, zu schaden oder eine Online-Hetzkampagne auszulösen.

Was genau passiert beim Doxing?

Jemand sammelt öffentlich verfügbare oder gestohlene Informationen über eine Person: Name, Adresse, Telefonnummer, Arbeitgeber, Familienangehörige – und veröffentlicht alles gebündelt auf Social Media, in Foren oder auf speziellen Webseiten. Die Konsequenzen können von Belästigungen und Drohanrufen bis zu echten Stalking-Situationen reichen.

Doxing ist oft der nächste Schritt nach Cybermobbing oder organisierten Hetzkampagnen im Netz.

Was du tun kannst

  • Minimiere öffentlich sichtbare persönliche Informationen
  • Überprüfe regelmäßig, was über dich online findbar ist
  • Bei akuter Bedrohung: Anzeige erstatten – Doxing ist in Deutschland strafbar (§ 126a StGB seit 2021)
  • Plattformen, auf denen die Daten veröffentlicht wurden, sofort melden

Wichtig: Reagiere nicht öffentlich auf die Angreifer. Das erhöht die Aufmerksamkeit. Dokumentiere alles still und hol dir rechtliche Hilfe.

Mehr dazu: Cybermobbing · Identitätsdiebstahl · Reputationsmanagement

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