Social Engineering – wenn Manipulation gefährlicher ist als Technik

von Indra Zahner

Inhaltsverzeichnis

Social Engineering bedeutet, Menschen durch psychologische Manipulation dazu zu bringen, vertrauliche Informationen preiszugeben oder Handlungen vorzunehmen, die sie eigentlich nicht wollen. Der Mensch ist dabei das Einfallstor – nicht die Technik.

Was steckt dahinter?

Betrüger nutzen menschliche Schwächen: Hilfsbereitschaft, Angst, Zeitdruck, Autoritätsglaube. Ein klassisches Beispiel ist der Anruf: „Hier ist der IT-Support. Wir haben einen Sicherheitsvorfall festgestellt. Wir brauchen sofort Ihr Passwort.“ Kein seriöser IT-Support wird das jemals telefonisch verlangen.

Social Engineering ist die Grundlage vieler Angriffe: Phishing setzt darauf, ebenso wie Catfishing und CEO-Fraud (bei dem jemand vorgibt, die Chefin oder der Chef zu sein und eine dringende Überweisung verlangt).

Typische Social-Engineering-Maschen

  • Autoritäts-Trick: jemand gibt vor, Chef, Bank oder Behörde zu sein
  • Dringlichkeits-Trick: Zeitdruck, um das Nachdenken auszuschalten
  • Vertrauens-Trick: man tut so, als käme man von innen (Kollege, IT, Hausmeister)
  • Hilfsbereitschafts-Trick: eine erfundene Notlage weckt den Helfersinstinkt

Beste Schutzmaßnahme: Im Zweifel immer zurückrufen – über eine Nummer, die du selbst nachgeschlagen hast, nicht die in der Nachricht genannte.

Mehr dazu: Phishing · Identitätsdiebstahl · Catfishing · Zwei-Faktor-Authentifizierung

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