📅 Erstveröffentlicht: 19. Juli 2023 | 💚 Liebevoll aktualisiert im Januar 2026
Google schläft nicht. Das Google Business Profil – früher hieß es Google My Business – wird regelmäßig weiterentwickelt. 2026 bringt Änderungen, die du als Unternehmerin oder Unternehmer kennen solltest. Manche davon sind unauffällig. Eine davon hat es in sich.
Falls du dein Profil noch nicht beansprucht hast oder es seit Monaten nicht angeschaut hast: Lies jetzt weiter. Es lohnt sich wirklich.
Kurz vorab: Was ist das Google Business Profil?
Dein Google Business Profil ist dein kostenloser Firmeneintrag bei Google – der, der in der Suche und auf Google Maps erscheint. Google legt so einen Eintrag manchmal automatisch an. Aber erst wenn du ihn selbst pflegst, passiert wirklich etwas.
90 Prozent aller Suchanfragen in Deutschland laufen über Google. Wenn jemand nach einem Friseur, Steuerberater oder Handwerker sucht, sieht er als erstes das sogenannte Local Pack – die Kästchen mit Karte und Unternehmensinfos. Wer dort erscheint, gewinnt Sichtbarkeit. Das ist keine SEO-Magie, sondern Pflege.
Das hat Google 2026 geändert
Fragen & Antworten werden abgeschafft
Die Q&A-Funktion, über die Kunden direkt im Profil Fragen stellen konnten, ist verschwunden. Viele Unternehmen haben sie nie aktiv genutzt – kein großer Verlust. Aber: Wenn du dort Fragen beantwortet hast, sind diese Inhalte jetzt weg. Schau kurz rein: Gibt es Infos daraus, die du in deine Profilbeschreibung oder auf die Website übernehmen möchtest?
Bewertungen dürfen jetzt anonym erfolgen
Das ist die Änderung, die mir persönlich am meisten Bauchschmerzen macht. Bisher war für eine Google-Bewertung ein Konto mit Profilname nötig. Jetzt können Bewertungen anonym abgegeben werden.
Das klingt nach mehr Datenschutz – bedeutet in der Praxis aber: Fake-Bewertungen und gezielte negative Aktionen sind schwerer zu identifizieren und anzufechten.
Mein Tipp: Reagiere auf jede Rezension – auch auf anonyme, auch auf negative. Eine ruhige, professionelle Antwort zeigt allen anderen Lesern, wie du mit Kritik umgehst. Das ist oft wirkungsvoller als gar keine Reaktion.
Transparenz bei gelöschten Bewertungen
Google zeigt jetzt an, wie viele Bewertungen ein Unternehmen hat löschen lassen. Klingt erstmal unschön – ist aber ein Zeichen für mehr Transparenz. Solange du nur regelwidrige Bewertungen meldest (Fakes, Spam, Beleidigungen), hat das keine negativen Auswirkungen auf dein Profil.
KI-generierte Zusammenfassungen
Google fasst dein Profil und deine Bewertungen automatisch per KI zusammen und zeigt diese Zusammenfassung direkt in den Suchergebnissen an. Du hast keinen direkten Einfluss auf den Wortlaut. Aber du hast Einfluss auf die Grundlage: deine Beschreibung, deine Beiträge – und vor allem den Inhalt deiner Bewertungen. Wenn Kunden immer wieder ähnliche positive Dinge schreiben – Verlässlichkeit, Freundlichkeit, Fachwissen – wird genau das auch in der KI-Zusammenfassung auftauchen. Das macht aktives Bewertungsmanagement noch wertvoller. Mehr dazu: Wie funktioniert ein Algorithmus?
Was sich nicht geändert hat – und trotzdem oft falsch gemacht wird
Die häufigsten Fehler, die ich in der Praxis sehe, haben mit 2026 gar nichts zu tun:
- Profil beansprucht, aber nie richtig ausgefüllt
- Öffnungszeiten veraltet – besonders an Feiertagen
- Keine Fotos oder nur Stockfotos ohne persönlichen Bezug
- Bewertungen ignoriert, keine Antworten gegeben
- Falsche oder zu allgemeine Kategorie gewählt
- Unternehmensname mit Keywords vollgestopft (Google wertet das ab)
Wenn du dir nicht sicher bist, wo du stehst – ich schaue mir das gerne mit dir zusammen an.
Was du jetzt konkret tun solltest
Kein großes Projekt – versprochen. 20 Minuten pro Monat reichen für ein gepflegtes Profil:
- Neue Bewertungen lesen und beantworten – auch anonyme, auch negative
- Öffnungszeiten prüfen, besonders vor Feiertagen oder Betriebsurlaub
- Mindestens ein neues Foto hochladen (echt, kein Stockfoto)
- Einen kurzen Beitrag einstellen – ein Tipp, eine Aktion, eine Neuigkeit
- Unternehmensbeschreibung auf Aktualität prüfen
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Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel ist allgemeine Information und keine Rechtsberatung. Bei konkreten Fragen zu Bewertungsrecht oder Wettbewerbsrecht bitte eine Fachanwältin oder einen Fachanwalt hinzuziehen.